Fähnrich


Fähnrich Vereinsfahne
zoebeli_fritz



Gfr Fritz Zöbeli
Birmensdorf

seit 2006
vereinsfahne
Chronologie
2004 - 2005 vakant
2000 - 2003 Sdt Peter Theus, Hombrechtikon
1999 vakant
1996 - 1998 Wm Vreni Knöpfli, Stein am Rhein
1995 vakant
1990 - 1994 Sdt Jakob Werner, Zürich
1988 - 1989 Sdt Ernst Berger, Zürich
1962 - 1987 Four Ernst Studer, Thayngen
1950 - 1961 Fw Adolf Eberli

Leider konnten wir nicht immer einen Fähnrich stellen. Dies führte dazu, dass bei weltlichen- und gesellschaftlichen Verpflichtungen der Fähnrich ad interim durch Aktivmitglieder besetzt werden musste.

Dies waren in der jüngsten Vergangenheit:

Oblt Urs Krummenacher, Gisikon
Sdt Albin Huber, Arni
Sdt Robert Tüller, Zürich

- Geschichte

  • Spielsektion

Die Spielsektion UOV Zürich verfügt seit 1964 über eine Vereins- bzw. Sektionsfahne. Sie musste über 30 Jahre lang auf ein eigenes Banner warten. Bis zu diesem Zeitpunkt diente die Fahne des Unteroffiziersvereins Zürich als deren treuer Begleiter.

Die Spielsektion hegte schon lange den Wunsch, eine eigene Fahne anzuschaffen. Die Gelegenheit ergab sich, als der Hauptverein des UOV Zürich das gleiche Ziel verfolgte. Zusammen wurde der bestehende Fahnenfond aktiviert. Die gemeinsame Fahnenweihe fand im festlichen Rahmen 1964 im Hotel Limmathof, Zürich statt.
  • Hintergrund des Fähnrich

Im Kriegshaufen der Landsknechte war der Fähnrich der Träger des Feldbanners, um das sich Kompanie oder Fähnlein scharte. Der vom Obristen ernannte Fähnrich musste als besonders zuverlässig und tapfer gelten und schwören, die Fahne bis zum Tode zu verteidigen. Es war ihm unter allen Umständen verboten, die Fahne loszulassen oder gar auf die Erde fallen zu lassen. In Kriegsbüchern des Dreißigjährigen Krieges ist dazu festgelegt, sich in die Fahne einzuwickeln oder mit den Zähnen zu halten, sollte man keine Arme mehr haben.

In einem Reglement von 1726 für Sachsen ist zu lesen: Die Fähnrich-Stelle ist die erste und niedrigste Ober-Offizier-Charge, die gemeiniglich einem jungen, qualifizierten Menschen anvertraut wird. An sich selbst ist sie eine Adelige Charge […] Die Funktion eines Fähnrichs bestehet darinnen, dass er vor allen Dingen das ihm anvertraute Fähnlein bei dem Marsche und Zügen führen, auch solches bis auf den letzten Blutstropfen verteidigen muss…

Die Aufgabe als Fahnenträger übernahmen im 18. Jahrhundert in vielen Ländern die Offizieranwärter Freikorporal (Infanterie, Dragoner) oder Fahnenjunker (Kavallerie).

Dem Fähnrich als niederstem Offiziersrang entsprach in der Kavallerie der Kornett. Eine Besonderheit stellte in der Artillerie der Stückjunker dar, der nie eine Fahne zu tragen hatte (die Artillerie führte keine Feldzeichen). Stattdessen befehligte er ein Geschütz (veraltet: „Stück“); sein Status schwankte je nach Armee zwischen dem eines Fähnrichs und dem des Freikorporals.

Daneben bekleidete der Fähnrich in der Eidgenossenschaft oft das sogenannte Venneramt und wurde in dieser Funktion deshalb auch Venner oder Bannerherr genannt. Im Zuge der im 17 Jahrhundert aufkommenden Gliederung der militärischen Rangordnung wurde der Fähnrich entweder den Unteroffizieren oder - als unterster Dienstgrad den Offizieren zugeteilt. In den Schweizer Söldnerregimentern begannen neue angeworbene junge Offiziere ihre Laufbahn meistens als Fähnrich. In der heutigen Armee fehlt der Fähnrich als eigener Grad; die Funktion des Fähnrichs übt bei militärischen Zeremonien ein höherer Unteroffizier aus.

Quelle: Wikipedia und Idiotikon 1; 831 – Autor: Benoit de Montmollin